Schüler-Schreibwettbewerb
des Lessing-Museums Kamenz
Lisa Schütze und Georg-Friedrich Randel
beim Niederschreiben ihrer Gedanken ...
Die Frage, ob es wichtig ist, sich schriftlich und mündlich in gutem Deutsch ausdrücken zu können, beantworten 98 Prozent von 1.000 Befragten mit einem deutlichen Ja. Und das in einer Zeit, da sich das geschriebene Wort im Rückzug befindet. Benutzten Goethe und Heine noch durchschnittlich 30 bis 36 Wörter pro Satz, begnügen sich heutige Zeitungstexte mit fünf bis 13 Wörtern (Angaben aus „Der Spiegel“ 40/2006).
Entgegen diesem Trend führt das Lessing-Museum jedes Jahr aufs Neue den Schüler-Schreibwettbewerb durch. Er ist der älteste Wettstreit dieser Art in Sachsen und bietet Jugendlichen außerhalb schulischer Benotung einen „neutralen“ Boden, wenn es um die Bewertung literarisch-schöpferischer Leistungen geht. Der Wettbewerb zählt zu den vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus empfohlenen Schulwettbewerben.
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Auch 2012 wird der Wettbewerb wieder durch die in Lessings Geburtsort ansässige Firma Sachsen-Fahnen GmbH & Co. KG finanziell unterstützt. |
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“Geliebte Schwester! Ich habe zwar an Dich geschrieben, allein Du hast nicht geantwortet. Ich muß also denken, entweder Du kannst nicht schreiben, oder Du willst nicht schreiben. [...] Schreibe wie Du redest, so schreibst Du schön. [...] Du bist zwar Deinen Lehrmeister sehr zeitig aus der Schule gelaufen, und schon in Deinem 12. Jahre hieltest Du es vor eine Schande, etwas mehres zu lernen; allein wer weiß, welches die großte Schande ist? in seinem 12. Jahre noch etwas zu lernen als in sein 18ten oder 19ten noch keinen Brief schreiben können. Schreibe ja!” (Gotthold Ephraim Lessing im Dezember 1743 an seine Schwester Dorothea Salome) Der Aufforderung “Schreibe ja!” folgen seit vielen Jahren zahlreiche Schülerinnen und Schüler und nehmen am Schreibwettbewerb des Lessing-Museums Kamenz teil. Und sie können gut schreiben – nicht nur Briefe! Die Ergebnisse des Wettstreits sind u.a. auf diesen Seiten zu lesen. |
Die letzte Änderung erfolgte am Donnerstag, 24. November 2011.



